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Vortrag “Flüchtlingselend und Systemkrise” am 03.03.2015 in Koblenz

Im Rahmen des Koblenzer Sozialforums findet am 3. März um 19.30 Uhr im Café Atempause der Christuskirche (Koblenz) ein Vortragsabend mit Diskussion statt:

Flüchtlingselend und Systemkrise
Vortrag und Diskussion zu globalen Fluchtursachen
Referent: Tomasz Konicz

Über 50 Mio. Flüchtlinge gibt es zurzeit auf der Welt; nach dem Zweiten Weltkrieg hat es nie mehr gegeben. Nur die wenigsten von ihnen schaffen es bis in unsere Breitengrade und noch viel weniger schaffen es überhaupt, der steigenden Zahl gewaltträchtiger Konflikte und der nicht-abnehmen-wollenden Armut zu entkommen.
Was es mit diesen Krisentendenzen weltweit – als den Hauptursachen für steigende Flüchtlingszahlen – auf sich hat und warum in diesem krisenhaften Zusammenhang brutalste Phänomene wie ISIS um sich greifen, wird uns der freie Autor und Journalist Tomasz Konicz darlegen.

Veranstalter dieses Sozialforums sind die Katholische Hochschulgemeinde Koblenz, die Katholische Erwachsenenbildung Koblenz, das Ökumenische Netz Rhein-Mosel-Saar, Die pax-christi-Gruppe Koblenz und der Weltladen Koblenz.

Forschungsprojekt zur Situation von Koblenzer Flüchtlingsfamilien sucht Interview-Partner*innen

Ein Projekt des Fachbereichs Sozialwissenschaften (Interkulturelle und internationale Soziale Arbeit, Leitung Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn und Selim Özen, AWO) an der Hochschule Koblenz bereitet derzeit eine Bedarfsanalyse zur Situation von Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Raum Koblenz vor.

Ziel ist es, Flüchtlingsfamilien mit Kindern bedarfsgerechte Hilfe anbieten zu können und ggf. die schon vorhandenen Hilfeleistungen transparenter zu machen, noch besser zu koordinieren.

Die Bedarfsanalyse soll auf Basis einer qualitativen Forschung durchgeführt werden. Die Studierenden möchten den Familien durch ihr Projekt eine Plattform bieten, um anonym ihre Geschichten, Notlagen, Bedarfe und Hoffnungen äußern zu können. Es werden dazu Befragungen/Interviews mit Akteur*innen in diesem eminent wichtigen Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit durchgeführt.

Das Projektteam bittet um Unterstützung bei der Herstellung von Kontakten zu Familien mit Fluchtgeschichte. Dafür wäre es wichtig, die Familien über das Projekt zu informieren und die Familien zu einem ersten Treffen mit den Studierenden zu ermutigen (gerne mit vertrauter Begleitung).

Mehr und ausführlichere Informationen erhalten Interessierte bei Rebekka Kuf (E-Mail: rkuf@hs-koblenz.de, Tel.: 017684327890).

Gesucht: Ehrenamtliche Sprachlehrer*innen für Asylbewerber

In einer Unterkunft für Flüchtlinge in Koblenz-Güls leben seit einigen Monaten mehrere junge Männer aus Eritrea. Sie möchten gerne Deutsch lernen und erhalten daher von zwei pensionierten Lehrerinnen Deutschunterricht. Allerdings gibt es innerhalb der Gruppe große Unterschiede hinsichtlich der sprachlichen Fortschritte.

Der Runde Tisch Asyl sucht nun Menschen, die bereit sind, den “Anfängern” in der Gruppe Nachhilfe in der deutschen Sprache zu geben. Für diese ehrenamtliche Arbeit, die einmal pro Woche in der katholischen Pfarr- & Begegnungsstätte in Güls stattfinden soll, werden die Lehrer*innen von uns mit Lehrmaterialien versorgt.

Haben Sie Interesse? Dann schreiben Sie bitte eine Mail an runder-tisch-asyl@gmx.de!

Initiative “Flüchtlinge Willkommen” bringt WGs und Asylbewerber zusammen

“Warum können geflüchtete Menschen in Deutschland nicht einfach in WGs wohnen statt in Massenunterkünften?!”

Das fragten sich die Macher des Projekts Flüchtlinge Willkommen und haben nun ein Online-Portal eingerichtet, das den Kontakt zwischen WGs und einem geflüchteten Menschen herstellt:

Wir sind der Auffassung, dass geflüchtete Menschen nicht durch Massenunterkünfte stigmatisiert und ausgegrenzt werden sollten, sondern dass wir ihnen einen warmen Empfang bieten sollten. Wir sind der Meinung, dass wir gemeinsam eine andere Willkommenskultur in Deutschland etablieren sollten.

Dass diese Idee gut und unterstützenswert ist, zeigt auch die Wohngemeinschaft von Mina Louka und Dominik Müller, die sich beide für unseren Runden Tisch Asyl engagieren und seit März 2014 zusammenleben. Hier wird über sie in der Rhein-Zeitung berichtet und hier stellen sie sich den Fragen des Koblenzer UniBlogs.

Begegnungsstätte für Asylbewerber*innen in Koblenz geplant

Am Mittwoch, dem 14. Januar, kam der Ökumenische Arbeitskreis Flüchtlinge in Koblenz zusammen, um die Unterstützung von Asylbewerber*innen zu koordinieren. Teil nahmen Vertreter*innen verschiedener Organisationen, die Flüchtlingen in Koblenz helfen.
Geplant ist nun die Gründung einer zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber*innen im Koblenzer Stadtzentrum. Diese Begegnungsstätte soll am Löhrrondell 8 in den Räumlichkeiten des Sozialen Netzwerks Koblenz entstehen und u. a. Angebote für Beratung, Deutschunterricht und Kommunikation beherbergen.
Es gibt bereits einen Pool von Leuten, die ehrenamtlich mithelfen wollen.

 

Willkommenskonzert für Gülser Asylbewerber im Januar

Am 23. Januar 2015 um 18.00 Uhr spielt die Gülser Kapelle “Zores & Bagaasch” in der katholischen Pfarrbegegnungsstätte Güls ein Begrüßungs- und Willkommenskonzert für die Asylbewerber, die zur Zeit in der ehemaligen Gaststätte „Zur Tränke“ in Bisholder wohnen.
Dazu eingeladen sind natürlich auch andere liebe Mitmenschen.

Die Pfarrei St. Servatius spendiert für die Asylbewerber im Anschluss an das Konzert Essen und Trinken; Essen ist für die anderen Gäste nicht vorgesehen, wohl aber Getränke gegen Bezahlung.

Wer bei der Vorbereitung und Durchführung helfen kann, melde sich bitte bald bei Beate Steichele (Tel.: 0261-50040882 ab 16.00 Uhr)

zores-und-bagaaschZores & Bagaasch …

…nennt sich eine Gülser Kapelle, die sich der internationalen Folklore im moderneren Gewand verschrieben hat. Mit Akkordeon (Willi Nieratschker), Klarinette (Rolf-Dieter Frank), Gitarre (Robert Starkmeth) Percussion (Roland Klein) und Bass (Robert Frick) begleiten sie Lieder und Tänze aus ganz Europa und darüber hinaus.
Jiddische und israelische Weisen finden sich genauso in ihrem Repertoire wie Stücke der Roma oder Tangos und Walzer aus aller Welt. Schwerpunkte ihrer Auftritte waren auch schon südosteuropäische Tänze (als Begleitorchester einer Folkloretanzgruppe) oder internationale Volkslieder (als Begleitung eines Chores).
2012 haben Z&B ihren Siegeszug um die Welt gestartet und dabei die weiten Grenzen von Güls bereits gesprengt.

Hier gibt es ein Konzert-Video der Gruppe zu sehen!

Faktencheck zur Einwanderung (Süddeutsche Zeitung)

Die Süddeutsche Zeitung hat in einem “Faktencheck zur Einwanderung” einige Zahlen zur Einwanderung in Deutschland zusammen getragen, mit denen sich Vorurteilen gegenüber Asylbewerber*innen begegnen lassen. Die Zusammenfassung:

Europa nimmt nur einen Bruchteil der Flüchtlinge weltweit auf.

Deutschland nimmt im europaweiten Vergleich am meisten Flüchtlinge auf, doch die Werte relativieren sich, wenn man die Einwohnerzahlen berücksichtigt.

Einwanderer entlasten die Sozialkassen jedes Jahr mit Tausenden Euro.

Den kompletten Artikel gibt es hier zu lesen.

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